Klebstoffe für die Druckindustrie

Klebstoffe für die Buchbinderei und die Druckindustrie

Klebstoffe für die Druck- und Verpackungsindustrie zählen zu den entscheidenden Faktoren, die die Qualität der Bindung, die Haltbarkeit von Etiketten sowie die Reproduzierbarkeit in der Verpackungsproduktion beeinflussen. Ein richtig ausgewählter Buchbindeklebstoff stabilisiert den Maschinenprozess, reduziert das Risiko von Delaminationen und Reklamationen und verbessert zugleich die Optik des Endprodukts.
Bei Smart Printing Solution unterstützen wir Sie bei der Auswahl des passenden Klebstoffs für den konkreten Einsatz und die jeweilige Technologie: Buchbindung, Verpackungsklebung sowie selbstklebende Etiketten. Je nach Prozessanforderungen empfehlen wir u. a. Hotmelt-, PUR-, PSA- und Dispersionsklebstoffe – unter Berücksichtigung des Substrats (Papier, Karton, Folie), der Liniengeschwindigkeit und der Arbeitsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, offene Zeit). Entdecken Sie Klebstoffe nach Anwendung oder Typ – und wenn Sie Unterstützung benötigen, erstellen wir eine Empfehlung und stellen Ihnen die technischen Datenblätter zur Verfügung.

Wie wählt man den richtigen Klebstoff für Buchbinderarbeiten aus?

Die Wahl des richtigen Klebstoffs in der Druckindustrie hängt von vielen Faktoren ab: dem Materialtyp, der Drucktechnologie, der Maschinen­geschwindigkeit und der endgültigen Anwendung des Produkts. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, haben wir zwei übersichtliche Wege vorbereitet, die Ihnen helfen, schnell zur passenden Lösung zu gelangen.

Druckklebstoffe – Anwendung

Wenn Sie einen Klebstoff für einen konkreten Prozess suchen – z. B. für die Buchbindung, das Etikettieren, das Verkleben von Verpackungen oder die Montage von Druckelementen – beginnen Sie mit der Anwendung. Diese Vorgehensweise ermöglicht es Ihnen, schnell Produkte zu finden, die genau für Ihre Technologie und Ihre Art der Arbeit entwickelt wurden.

Druckklebstoffe – Arten

Wenn Sie einen bestimmten Klebstofftyp verwenden – z. B. Hotmelt, PUR, PSA oder Dispersionsklebstoff – können Sie schnell Produkte finden, die zu dieser Technologie passen.
Dies ist eine praktische Option für diejenigen, die wissen, welcher Klebstofftyp sich in ihren Produktionsprozessen am besten bewährt.

Häufig gestellte Fragen zu Klebstoffen für die Druckindustrie

Wie wählt man den passenden Klebstoff für die Druckindustrie für eine konkrete Anwendung aus?

Die Auswahl des Klebstoffs beginnt zunächst mit der Bestimmung des Prozesses: Buchbindung, Etikettierung bzw. Etikettenproduktion oder das Verkleben von Verpackungen. Anschließend bewertet man das Substrat, auf das der Klebstoff aufgetragen wird (Papier/Karton/Folie, Lack, Laminat), die Maschinengeschwindigkeit sowie die Anforderungen an Festigkeit und Beständigkeit (Temperatur, Feuchtigkeit, Abrieb). Zum Schluss wählt man die Technologie – Hotmelt, PUR, PSA oder Dispersionsklebstoff – und prüft die Parameter im technischen Datenblatt.

Welchen Hotmelt-Klebstoff sollte man wählen – PUR oder EVA? Was ist besser für die Buchbindung?

Wenn dir maximale Haltbarkeit der Bindung wichtig ist (z. B. schwierige Papiere, gestrichene Umschläge, hohe Belastung des Buchrückens), ist PUR-Klebstoff in der Regel die bessere Wahl – er sorgt für eine sehr starke und zugleich flexible Verbindung. Hotmelt (z. B. EVA) wird häufig gewählt, wenn schnelles Abbinden und hohe Effizienz in der Serienproduktion im Vordergrund stehen. Die endgültige Entscheidung hängt von der Papierart, dem Aufbau des Buchblocks und den Maschinenparametern ab.

Welcher Buchbindeklebstoff eignet sich für gestrichene Papiere und schwierige Substrate?

Bei gestrichenen, lackierten Papieren oder Substraten mit geringerer Saugfähigkeit sind Haftung und Beständigkeit der Klebefuge entscheidend. In der Praxis werden häufig PUR-Klebstoffe oder passend ausgewählte Hotmelt-Klebstoffe eingesetzt, deren Parameter auf das Substrat und die Verarbeitungstemperatur abgestimmt sind. Wichtig ist auch die Oberflächenvorbereitung (Papierstaub, Feuchtigkeit, Temperatur der Bauteile), da sie die Stabilität der Verklebung maßgeblich beeinflusst.

Welchen Klebstoff sollte man für die Etikettenproduktion oder den Etikettierprozess wählen?

PSA-Klebstoffe (selbstklebende Klebstoffe) werden je nach Etikettentyp und Einsatzbedingungen ausgewählt: Glas/Kunststoff/Metall, Kontakt mit Feuchtigkeit, Kühl- bzw. Tiefkühlanwendungen, Temperaturbelastung oder UV-Exposition. Wichtig sind auch die Art der Applikation (manuell/automatisch) und die gewünschte Möglichkeit zur Repositionierung. Am besten wählt man PSA nach dem technologischen Prozess bzw. Anwendungsfall, z. B.: „Etikett für gekühlte Produkte“, „Flaschenetikett“, „Etikett für Folienverpackungen“ usw.

Welcher Klebstoff eignet sich für Kartonverpackungen und Faltschachteln?

Bei Verpackungen zählen häufig schnelles Abbinden und eine hohe Prozessstabilität auf schnellen Linien – deshalb sind Hotmelt-Klebstoffe sowie ausgewählte Dispersionsklebstoffe besonders beliebt. Die Auswahl hängt vom Kartontyp, der zu verklebenden Oberfläche (unbeschichtet vs. laminiert) sowie von Lager- und Transportbedingungen ab. Wenn die Verpackung unter anspruchsvollen Bedingungen eingesetzt wird (Kälte, Feuchtigkeit), sollte der Klebstoff gezielt nach der Beständigkeit der Klebefuge ausgewählt werden.

Was ist die „offene Zeit“ eines Klebstoffs und warum ist sie wichtig?

Die offene Zeit ist der Zeitraum, in dem der aufgetragene Klebstoff seine Eigenschaften beibehält und eine wirksame Verbindung der Bauteile ermöglicht. Ist die offene Zeit zu kurz, beginnt der Klebstoff zu früh abzubinden, bevor die Elemente angedrückt werden – das kann zu einer schwächeren Klebefuge führen. Ist sie zu lang, kann der Prozess langsamer und weniger stabil werden. In der Druckweiterverarbeitung wird die offene Zeit an die Maschinengeschwindigkeit, die Verarbeitungstemperatur und das Substrat angepasst.

Warum hält der Klebstoff trotz korrekter Applikation nicht?

Die häufigsten Ursachen sind: zu niedrige oder zu hohe Klebstofftemperatur, eine verschmutzte Oberfläche (Staub, Silikon, Öle), eine ungeeignete Klebstoffmenge, zu kurzer Pressdruck bzw. eine zu kurze Presszeit oder eine nicht passende offene Zeit. Probleme können auch durch anspruchsvolle Substrate (Lack, Laminat) entstehen und erfordern dann entweder eine andere Technologie (z. B. PUR statt Standard-Hotmelt) oder eine Anpassung der Prozessparameter.

Kann ein Klebstoff universell für Bücher, Etiketten und Verpackungen eingesetzt werden?

In der Regel lohnt sich „ein Klebstoff für alles“ nicht, weil Buchbindung, Etikettenproduktion und Verpackungsklebung unterschiedliche Anforderungen an Haftung, Flexibilität und Beständigkeit haben. In der Druckweiterverarbeitung kommen daher verschiedene Klebstoffgruppen zum Einsatz: Hotmelt und PUR häufig für Bindungen, PSA für Etiketten sowie Hotmelt/Dispersionsklebstoffe für Verpackungen. Die Universalität endet dort, wo anspruchsvolle Substrate und hohe Produktionsgeschwindigkeiten ins Spiel kommen.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Auswahl? Kontaktieren Sie uns – wir wählen den passenden Klebstoff für Ihren Prozess aus und senden Ihnen die technischen Datenblätter zu.